Erstmals hatte das Statistische Bundesamt für das Schuljahr 2005/06 eine eigenständige Publikation mit umfangreichen Daten über Schulen in freier Trägerschaft herausgegeben. Inzwischen liegt diese auch für das Schuljahr 2008/09 vor.

Die Ergebnisse sind kostenfrei im Statistik-Shop des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/shop abrufbar Fachserie 11, Reihe 1.1. Private Schulen (in der "Schnellsuche" Private Schulen" eingeben)

Zitat:

"Von den rd. 12 Mill. Schülerinnen und Schülern in Deutschland im Jahr 2008 besuchte rd. jeder 13. eine Privatschule
(rd. 926 Tsd.). In den einzelnen Ländern gab es deutliche Unterschiede bei den Anteilen der Privatschüler, die Spanne reicht
von 3,6 % in Schleswig-Holstein bis zu 13 % in Sachsen. Dies dürfte zum großen Teil auf unterschiedliche schulrechtliche
Regelungen zurückzuführen sein.
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Von den Privatschülern allgemeinbildender Schulen wurde im Jahr 2008 der größte Teil (39,6%) in Gymnasien unterrichtet,
gefolgt von Realschulen(16,4%), Freien Waldorfschulen (11,5%) und Grundschulen (11,3%). In den neuen Ländern
besuchten abweichend davon 33,2% der Privatschüler allgemeinbildender Schulen eine Grundschule, im früheren
Bundesgebiet lag der entsprechende Anteil bei 8%. Umgekehrt gingen im Westen 18,7 % der Privatschüler in eine
Realschule aber nur 1,6% im Osten. Aufgrund der in vielen Ostländern eingerichteten Schularten mit mehreren
Bildungsgängen spielen Realschulen dort nur eine untergeordnete Rolle.
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Von den rd. 236 Tausend Schülern privater beruflicher Schulen befanden sich im Jahr 2008 die meisten (49,4%) in
Berufsfachschulen, gefolgt von Fachschulen (19,7%) und Teilzeit-Berufsschulen (18,8%). Der Anteil der Schüler in
Berufsfachschulen ist dabei in den neuen Ländern mit 64% deutlich höher als in den alten (41,7%). Die vergleichsweise
zahlreichen privaten Berufsfachschulen könnten hier z.T. eine Lücke schließen, die aufgrund von Problemen des dortigen
Ausbildungsstellenmarkts entstanden ist.
"